All Japan Koi Show und Besuch der Ogata Koifarm

Nach einem langen und kalten Winter, konnten wir es schon gar nicht mehr erwarten wieder in das Land der aufgehenden Sonne zu reisen.

Am  01. Februar  war es endlich soweit. Wir reisten zur ' All Japan Koi Show' in Tokio mit anschließendem Besuch der Ogata – Koifarm in Kurume, Japan.

Mit von der Partie war auch der Koiverrückte ' Bolli' (der Name wurde von der Redaktion geändert). Die Anreise zum Flughafen Düsseldorf erfolgte mit dem Bring - und Abholservice meiner Frau.

Am Flughafen angekommen, ging es zum Check in. Mit dem netten Hinweis der Dame am Schalter auf schönere, als von uns gebuchte Sitzplätze, nahmen wir das Angebot einer Umbuchung gerne an.

Das erste Highlight war erreicht. Sitzplätze am Notausgang!

Gerade das Richtige bei einer Körpergröße von 1,86 m und ich glaube etwas über 50 kg Körpergewicht.‚Die Waage kann sich auch irren’.

Zum Warm werden ging es erst einmal mit dem Flieger nach Frankfurt , Flugzeit 30 Minuten. Das im vorherigen Satz beschriebene, 'zum Warm werden' hatten wir schon kurz nach der Ankunft am Flughafen bereut: Mit unserer auf die Temperatur in Japan ( 6 Grad Celsius) abgestimmten Kleidung, wurde uns warm, um nicht zu sagen heiß.

Den obligartorischen Burger bei 'M' haben wir dann nur noch in einem T-Shirt  ertragen können.  Energie sparen, was ist das?  Am Flughafen waren es gefühlte 29 Grad Celsius. Mir ist bekannt, das man bei großen Firmen Geld für Verbesserungsvorschläge bekommt.

Hier kommt meiner: Dreht doch einfach mal die Heizung runter! Das eingesparte Geld könnt Ihr mir dann überweisen. ( Kontonummer auf Anfrage).

 

 

 

 

Nachdem wir "delikat" gegessen hatten, begannen wir mit den Flugvorbereitungen. Boots aus und Schlappen an, Nackenkissen aufblasen und mit Meersalznasenspray gegen die trockene Klimaanlagenluft ging es in unseren Flieger. A 380 war sein Name.

Danke, Lufthansa.

Platz satt und wir erinnern uns: Plätze am Notausgang! Da bekommt das Wort ' Großraumflugzeug' die richtige Bedeutung. Die rd. 11 Stunden 15 Minuten des Fluges nach Tokio überbrückten wir mit Spielfilmen des Boardkinos und erstem japanischen Essen und wenn möglich, Schlaf.

 

 

 

 

 

 

Die Landung in Tokio erfolgte um kurz nach 8 Uhr japanischer Zeit. 24 Uhr mitteleuropäischer Zeit! Jetzt mußte man fit sein.

Wenn nicht, gibt es In Japan so viele Getränkeautomaten wie Einwohner. Alles zum aktivieren des Körpers ist vorhanden. Kaffee in sämtlichen Varianten, warm oder kalt, Cola, Mineralwasser, mit und ohne, Vitamingetränke, Grüne Tees usw.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade das Richtige um die Wartezeit auf unseren Bus in Richtung Tokyo zu überbrücken. Die Tickets für die Busfahrt wurden im Flughafengebäude gekauft.

Dann ging es nach Draußen zum Bushalteplatz Nr. 13.  Dort wurden wir von freundlichen Mitarbeitern der Buslinie empfangen,unsere Koffer mit einem Verweis versehen und wir mußten ab in die Reihe, schön ordentlich anstellen. Alles in Japan ist penibelst koordiniert, aber es klappt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach anderthalbstündiger Fahrt in die Stadt Tokio waren wir unserem Ziel näher gekommen. Die Koffer im Hotel hinterlegt und mit dem Taxi ging es dann fix in Richtung Ausstellung.

 

Angekommen und erstes Ziel erreicht. Die 'All Japan Koi Show 2013'.

 

Die jährlich stattfindende Koi Show ist wohl der Traum eines jeden Koiliebhabers. Koi in allen Größenklassen und Varietäten. Einer schöner als der Andere. Ich fange schon wieder an zu schwärmen!

 

Aber genug der Worte: Ich habe mal einige Videos eingestellt. Ich hoffe, daß Sie verstehen was ich meine. Genießen Sie es.

 

 

 

 

 

 





 

Jetzt noch einige Fotos:

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
     

 

 

 

 

Das nebenstehende Koimodell entsprach genau der Zeichnung des Grand Champion.

Anscheinend wurde es gerade frisch lackiert, es roch noch ein wenig nach Lackfarbe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den  Abend haben wir dann, nach einem anstregenden Tag, im 38. Stock des Hotels ausklingen lassen.

Der Ausblick auf Tokio ist atemberaubend!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen, gut gestärkt, ging es in das Epson Aquarium, welches im Hotelkomplex angesiedelt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erstmalig haben wir einen Mantarochen gesehen.

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntagnachmittag ging es mit dem Flieger Richtung Fukuoka. Flugzeit rd. 1,5 Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tokio aus der Vogelperspektive.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der Flugroute hatten wir einen wunderbaren Blick auf den 'Fuji'.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und sogar den Blick in den Vulkan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anflug auf unseren  Zielflughafen 'Fukuoka'.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angekommen. Hat ein wenig was von 'little Las Vegas', aber hübsch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt nur noch eine Stunde mit dem Bus fahren, in Richtung Kurume. Die Beschreibung der Zielorte wurde auf den Bodenbelag aufgebracht. So war ein koordiniertes Warten wieder möglich ( wir erinnnern uns).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Kurume angekommen, ging es ins Hotel ( Blick aus unseren Zimmern).

Freudig wurden wir von dem Rezeptionspersonal begrüßt, die Gesichter waren schon so vertraut nach all diesen Jahren. Was mich immer wieder fasziniert, man sieht die Personen morgens, nachmittags oder spät am Abend. Immer nett und zuvorkommend.

Man kennt ja den Spruch ein Indianer ‚Kennt keinen Schmerz’ aber ich glaube wir sollten einen neuen Spruch aufnehmen. ‚Ein Japaner braucht keinen Schlaf’. Wie machen Sie das nur?

1 Uhr japanischer Ortszeit, Zeit zum schlafen gehen. Fenster auf und versuchen zu schlafen. Man bedenke, die japanische Zeit ist 8 Stunden weiter als die Mitteleuropäische Zeit. Also 17 Uhr am Nachmittag in Deutschland. Daran kann ich mich wohl nie gewöhnen.

Also heißt es warten auf den Morgen. Versüßt, wurde die Wachzeit durch ein  Kling-klong in einer 1 minütigen Wiederholung und darauf folgender japanischer Durchsage. Wie sich später herausstellte ein Sprachband mit einem sich ständig wiederholenden ‚ ‚Achtung nicht auf die Gleise treten’ des nahegelegenen Bahnhofs. ‚Hab ich mir einen Kurzschluss des Lautsprechers gewünscht’. 3 Uhr nachts, man ist gerade eingeschlafen geht das Handy  ‚Hey, sag mal habt Ihr noch den Kommunionanzug von Eurem Sohn’ mit einem kurzen Hinweis das man nicht in Deutschland sei, zieht man sich aus dem Gespräch zurück, schaut auf die Uhr und denkt nur noch daran ‚gleich brauch ich zum Frühstück eine zusätzliche Tasse Kaffe’. Um 6 Uhr 30 geht der Wecker. Bereit machen für den Tag. Das traditionelle Frühstück, mit Croissant, die verdienten Tassen Kaffe, Ei und Orangensaft genießen und warten das wir endlich zur Koifarm dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Uhr, endlich war es so weit. Der Besuch der Ogata Koifarm stand an. Nach der  Bergrüßung der Familie Ogata und deren Mitarbeiter ging es in die Koihäuser.

Spätestens jetzt konnte man sich vorstellen wie sich Frauen in einem Schuhladen fühlen würden. 'Die brauche ich noch' oder  'da habe ich schon so lange nach gesucht',

könnten die Argumente lauten.

 

 

 

 

 

Die Ogata - Koifarm ist für Varietätenvielfalt bekannt, doch was uns Herr Manabu Ogata präsentierte, machte uns überglücklich.

Es ermöglichte uns, mehr als  60 verschiedene Varietäten/Varianten  für Sie zu selektieren.

Als ein besonderes Highlight für die kommende Saison wurde von Herrn Ogata, Tancho , Midorigoi, Beni Kikokuryu, Goshiki und viele, viele ............................., mehr, in sämtlichen Variationen gezüchtet  (ginrin, doitsu und normal Beschuppte),

Außerdem hatten wir die Möglichkeit einige Nachkommen des traumhaft schönen Ginrin Showa Weibchens 'Tiara' für zu selektieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschafft! Die Anspannung war vorüber. Wir hatten über 250 der schönsten einjährigen Koi selektiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier mal ein kleiner Überblick unserer Selektion.

Nach dem die Tosai von uns selektiert wurden, wurden Sie noch einmal zur Endkontrolle aufgelegt.

 

 

 

Und noch ein Paar schöne Tancho Midori und Hariwake!

Einen Gesamtüberblick unserer Selektion erhalten Sie hier: Ogata Selektion Feb. 2013

 

 

 

 

Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche nach unserem Ginrin Showa Weibchen, welches wir im November bei Ogata gekauft hatten. Fündig wurden wir im großen Glashaus, wo die besten zweijährigen Koi bis zum Frühjahr bleiben, um dann den Sommer in einem der vielen Naturteiche zu verbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ginrin Dream Showa

 

Leider ging die  anstrengende Zeit in Japan wieder viel zu schnell zu Ende. Doch...